1:0 für den Datenschutz – Holstein Kiel geht mit Vater auf Nummer Sicher
Wer im Fußball erfolgreich sein will, sollte möglichst aus einer sicheren Abwehr heraus spielen. Wer die Deckung entblößt, macht sich angreifbar und ist leicht auszukontern. Das gilt auf dem Platz beim Spiel mit dem Ball genauso wie im Unternehmen beim Umgang mit den Daten. Für die gebotene Sicherheit ist zwingend zu sorgen, sonst steht man am Ende als Verlierer da.

Das weiß auch Wolfgang Schwenke. Der Geschäftsführer von Holstein Kiel hat deswegen den Datenschutz zum Vereinsziel erklärt. „Wir wollen den Verein professionalisieren und fit für den Aufstieg machen“, erklärt Schwenke. Dazu gehört für ihn auch der ordnungsgemäße Umgang mit sensiblen Daten, die im Verein anfallen. Hier geht es nicht allein um den Schutz personenbezogener Daten, sondern auch um die Regelung von Zugriffsrechten oder das Schließen von Sicherheitslücken bei der Hard- und Software. Und weil Schwenke nicht nur auf dem Rasen auf Profis vertraut, setzt er beim Datenschutz auf die Vater Gruppe. Vater ist seit kurzem ganz offiziell der Datenschutzbeauftragte bei den Kieler Störchen.
Ob im sportlichen oder im wirtschaftlichen Bereich – beim Holstein Kiel fallen jede Menge Daten an, die der Verein für eine reibungslose Abwicklung seiner Geschäfte benötigt – und die es zu schützen gilt. Zum Beispiel Spieler-Daten: So sammelt der Verein in einer speziellen Spieler-Datenbank Informationen über die Spielstärke, die fußballerische Entwicklung, den gesundheitlichen Zustand, die Teamfähigkeit, das Trainingsverhalten und vieles mehr, das Aufschluss über die Eigenschaften und das Potenzial der Fußballer gibt, die der Verein bereits unter Vertrag hat oder unter Vertrag nehmen möchte. Die gesammelten Informationen dienen dem Verein als Grundlage für Trainingspläne, aber auch für Transfers oder Gehaltsverhandlungen. Natürlich müssen auch die Daten der rund 1.200 Mitglieder verwaltet und verarbeitet werden. Dabei ist Sorge zu tragen, dass keine personenbezogenen Daten in unbefugte Hände gelangen. Natürlich haben auch Spieler, Mitglieder und Sponsoren ein Recht darauf, nicht Opfer einer unkontrollierten Daten-Sammelwut zu werden. „Alle Daten, für die es keine dienstliche Bewandtnis gibt, dürfen nicht erhoben werden“, betont Thomas Cedzich, Berater für Datenschutz bei Vater und zuständig für Holstein Kiel.
Deswegen, so Cedzich, schreibt der Gesetzgeber die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten für jedes Unternehmen vor, bei dem zehn oder mehr Personen regelmäßig am PC personenbezogene Daten verarbeiten. In besonderen Fällen, beispielsweise bei gesundheitsbezogenen Daten ist ein Datenschutzbeauftragter erforderlich, sobald eine Person regelmäßig diese Daten bearbeitet. Das heißt also: Datenschutz ist kein Good Will, sondern ein Muss!
Aber Vater kümmert sich bei Holstein Kiel nicht nur um den Datenschutz. Die Vater SysCon nimmt auch den gesamten Bereich der Datensicherheit unter die Lupe. In einem ersten Schritt hat sie den gesamten Verein, die eingesetzte Hard- und Software sowie die Arbeitsabläufe analysiert, um eventuellen Datenlecks zu erkennen und schließen zu können. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter der Vereins-Geschäftsstelle datenschutztechnisch geschult und fortgebildet. „Datenschutz und Datensicherheit sind kontinuierliche Prozesse. Man muss sie immer wieder überprüfen und stets aufs Neue verbessern“, erklärt Cedzich. Das sei auch deutlich weniger kostenintensiv als viele glaubten: „Die notwendigen Überprüfungen und Nachbesserungen fallen nur ab und zu an – dann aber sind sie zwingend geboten“, ergänzt Vater-Geschäftsführer Michael Wiese.
Für Wolfgang Schwenke jedenfalls steht fest: „In Vater haben wir den passenden Partner gefunden. So können uns so auf unsere Kernkompetenz konzentrieren: Und das ist die Liga-Mannschaft.“
Bernd Michaelis, T. 0431 20084-533
